Bangkok – Teil 1 (THA)

Der vorletzte Flug unserer Reise stand an (zumindest dachten wir das anfangs noch 😅) und es ging in unser letztes Reiseland – Thailand. Die ersten drei Tage verbrachten wir in Bangkok, der Hauptstadt und mit weitem Abstand größten und wichtigsten Stadt in Thailand. Auch hier bezogen wir einmal wieder ein Airbnb in einer ruhigen Seitenstraße – denn Bangkok ist eine sehr belebte Stadt. Wir erkundeten zum wiederholten Male ein paar große Einkaufszentren, von denen es am sogenannten „Siam Square“ gleich mehrere nebeneinander gibt – einfach typisch Asien!

Auch auf die sogenannte „Tuk-Tuk-Mafia“ sind wir bereits am zweiten Tag gestoßen. Diese versucht mit einfachen Maschen die Touristen in die Tuk-Tuks zu locken. Das sind kleine Fahrzeuge, bei denen man auf offener Sitzbank mitfahren kann. Die Masche sieht so aus, dass die Touristen mit Versprechen auf eine billige Fahrt zu einem Touristenziel gelockt werden, dann aber irgendwann bei einem Schneider landen, welcher dann Anzüge etc. verkaufen will. Uns sprach hier auf offener Straße ein freundlicher Mann an, der sich als Pilot von Thai Airways ausgab. Er hieß „Tom“ und hatte natürlich auch einen Freund in Deutschland (Hans aus Freiburg – klar, wer kennt ihn nicht 😄). Nach kurzem Smalltalk empfahl er uns, statt der Fähre (die ja viel zu teuer sei), mit einem günstigen Tuk-Tuk zu fahren. Wie auf Kommando kam dann zufällig ein Tuk-Tuk angefahren und wollte uns mitnehmen. Allerdings wussten wir von der Masche und zudem lassen wir uns sowieso nie etwas aufschwatzen, auch wenn diese Situation nicht wirklich aufdringlich war. Wir lehnten dankend ab und nahmen wie geplant die ach so teure Fähre (war sie natürlich nicht). Nicht mit uns Tom!

Die Fähre gehört in Bangkok zu den öffentlichen Verkehrsmitteln, wobei das hier auch so eine Sache ist. Es gibt kein zusammenhängendes Ticket für Bus, Bahn und Fähren, wie man das von den meisten Weltmetropolen oder auch deutschen Städten kennt. Hier muss man an jeder Haltestelle, egal ob Bus, Bahn oder Fähre, ein Ticket für die Fahrt kaufen – natürlich meistens „Cash only“. Zudem ist das eigentliche Zentrum Bangkoks mit den vielen Tempeln und Palästen nur mit dem Bus, Taxi oder Tuk-Tuk zu erreichen. Die U-Bahn fährt im großen Bogen um das Zentrum herum. So nahmen wir dann eben die Fähre, die über den Chao Phraya-Fluss an zahlreichen Tempeln vorbei führt. Gerade bei anbrechender Dunkelheit sehen diese im untergehenden Sonnenlicht wirklich schön aus. Von der Anlegestelle kann man dann zu Fuß zum großen Palast gehen, dem ehemaligen Sitz der thailändischen Könige. Allerdings ist das bei 35°C keine so gute Idee, vor allem wenn man nicht in die Anlage hineinmöchte – von außen ist nicht so viel zu sehen.

Auch die Khao San Road, eine berühmte Straße in Bangkok mit Marktständen und Restaurants, haben wir besucht. Gleich am Anfang der Straße „begrüßte“ uns ein Krokodil vom Grill – das sah wirklich … gewöhnungsbedürftig aus.

Der letzte Stop in Bangkok war dann am letzten Tag der Chatuchak-Weekend-Markt. Hier läuft man durch Schluchten von Marktständen mit allerlei Produkten – Von T-Shirts, Töpferware, Tüchern, Deko, Essen, Trinken … hier findet man fast alles. Man kann sich da auch wirklich drin verlaufen, so groß ist der Markt.

Da wir uns Bangkok auf zwei einzelne Besuche aufgeteilt haben – Beginn und Ende der Thailandreise, haben wir es auch nicht komplett übertrieben und uns noch ein paar Dinge für den zweiten Besuch kurz vor unserem Heimflug aufgehoben. Flug ist hier dann auch das passende Stichwort – eigentlich wären wir mit einem Nachtbus in 11 Stunden bis nach Krabi an die Südküste gefahren. Nach reichlicher Überlegung, dass wir darauf eigentlich keine Lust mehr haben und bei dem Busunternehmen wohl des Öfteren Gepäck geklaut wurde, entschieden wir uns spontan dann doch dazu, noch einmal zusätzlich in den Flieger zu steigen. Die Busfahrt haben wir in buchstäblich aller letzter Minute vor Ablauf der kostenlosen Stornierungsfrist storniert und mit unseren vielen Flugmeilen einen Flug gebucht – Win-Win-Situation.

Hinterlasse einen Kommentar